News in Kürze

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Neue Adressen, Termine, Innovationen und Wasserstandsmeldungen auf einen Blick

Steixner und Haas

Sie sind immer für eine Überraschung gut. Die beiden Küchenchefs Phillip Steixner (rechts) und Samuel Haas (links) stehen fast seit einem Jahr in der offenen Küche vom Dae Mon. Und sie bringen gebändigte Wildheit auf die Teller. Die beiden lassen sich wenig auf Trends ein und machen ihr Ding. Samuel Haas ist derjenige, der gerne Gerichte als Tusch, als Paukenschlag am Gaumen kreiert, Phillip hingegen arbeitet an der Dramaturgie der Speisenfolge, er bevorzugt „ein Hoch und Runter“. Dass diese Gegensätzlichkeit funktioniert, ist wohl ihrer Freundschaft geschuldet. Sie kennen sich seit Kindertagen, sie sind im selben Ort – in Tirol, im österreichischen Stubaital – groß geworden. Unterschiedlicher könnten sie also kaum sein. Sie arbeiten und komponieren weiterhin experimentell, ihre Gerichte sind einmalig in der Aromatik, perfekt das Zusammenspiel mit Textur. Samuel hat schon immer gekocht, „mit sieben Jahren habe ich meine Geschwister bekocht, damals war meine Spezialität Rührei mit Zucchini-Scheiben“.
Ganz anders lief es für Phillip. Er hat seine Ausbildung in der Zillertaler Tourismusschule begonnen, war Sous Chef im Alpinresort Stubaier Hof. Und zu dieser Zeit, an diesem Ort fing auch Samuel seine Kochlehre an. Das Zusammenspiel der beiden resultiert in einer eindrucksvollen Kochkunst, die Berlins Restaurantszene mit einer einzigartigen Facette bereichert. Einen Beweis liefern Phillip Steixner und Samuel Haas bei unserem Pop-up am 20. Juli.

Das Menü von Phillip Steixner und Samuel Haas:
Dorade – Ingwer – Gurke – Kombu
Riesling Winkeler Dachsberg, 2020, Aurelia Hamm, Rheingau
Kräuterseitling – French Toast – Yuzu Miso
Sauvignon Blanc Fumé, 2022, Georg Mosbacher, Pfalz
Kohlrabi – Petersilie – Apfel – Meerrettich
Balztanz Blanc, 2021, Von der Vogelwaide, Wachau
Sojabohnen-Pavlova – Rhabarber – Shiso
Riesling Kabinett, 2020, Tim Röttgerding, Mosel

EssPress-Pop-up-Lunch   
Samstag, den 20. Juli, um 12.30 Uhr im Dae Mon, Monbijouplatz 11, Mitte.
Kostenpunkt 50 € für das Vier-Gänge-Menü mit Aperitif und Weinbegleitung inkl. Wasser von der Rheinsberger Preussenquelle und Kaffee von der Andraschko Kaffeemanufaktur.
Nur mit Reservierung über Tel. 0151 10 20 13 59 oder hier per E-Mail

Foto: Pauline Ruther Dix Team

Und nun die dritte Location. Frederik Jagla (Foto, links) und Antonio Rilling beweisen in unüberschaubaren Zeiten bewundernswerte Ausdauer. Anfang Juli feierten sie nun die Eröffnung des Café Dix. Gestaltet wurde es vom Architekturbüro Kinzo, kulinarisch wird es „puristisch“, soll heißen es zählt das Produkt. Klassische Gerichte wie Risotto, Königsberger Klopse oder die hausgemachten Sandwiches kommen saisonal auf die Karte. Die beiden haben 2014 Bark Berlin Culinary unter dem Namen Barkin’Kitchen gegründet. 2017 haben sie ihr Spektrum im Bereich Events, Marketing & Consulting erweitert. Erstes großes Projekt war die deutschlandweite kulinarische Roadshow „Pop into Berlin“ für Berlins Tourismusagentur Visit Berlin. Heute also drei Standorte, mit Wiebke Weller als Restaurantleiterin.

Café Dix by BARK Berlin, in der Berlinischen Galerie, Alte Jakobstraße 124-128, Kreuzberg, www.barkberlin.com, Mi-Mo 10-18 Uhr


Gasthaus Canow

Die beiden muss man nur bewundern. Jede und jeder andere hätte wahrscheinlich auf dem Absatz kehrt­gemacht beim Anblick der völlig runter­gekommenen Stellmacherei. Doch Lea Ritter und Auriel Tschaikowski haben sich nicht beirren lassen. Zwei Jahre lang haben sie das Gebäude kernsaniert, sich immer wieder neue handwerkliche Fähigkeiten angeeignet. Liebe auf den ersten Blick war es nicht, erklärt Lea. Sie und Auriel wollten sich nach einigen Berufsjahren in der Gastronomie selbstständig machen – mit ihrem ersten Sohn als junge Familie in einem Ort auf dem Land eine neue Existenz aufbauen. Sie wollten die Nähe zu den Produzenten, um deren Produkte in ihrem Café zu verarbeiten und zu präsentieren. So arbeiten die beiden mit dem Erdhof Seewalde aus dem Nachbardorf zusammen, mit der Fischerei aus Canow, mit dem Siebengiebelhof sowie dem Landkulturhof SoLaWi. Heute ist das Haus kaum wiederzuerkennen, mit dem Café im Erdgeschoss und mit den Zimmern im Obergeschoss. Mittlerweile bauen sie nicht nur Kräuter und Gemüse an – seit Ende letzten Jahres ist eine Außenküche dazugekommen. Und es wird gebacken: An Pizza-Abenden – immer freitags und samstags von 17 bis 21 Uhr – wird den ganzen Sommer über im Garten geschlemmt. In Zukunft soll auch Brot in den Lehmofen geschoben werden.

Gasthaus Canow, Canower Allee 48, 17255 Wustrow, Tel. 039828 26 87 05, www.gasthaus-canow.de, Café Di-So 8-17 Uhr, Pizza-Abende Fr+Sa 17-21 Uhr, Übernachtungen sind jederzeit möglich


Foto: © Rauch Fruchtsäfte Evil Juice

Eigentlich ist der Inhalt ja ganz harmlos. Es ist Mineralwasser mit Fruchtsaft, angeblich mit „einem ordentlichen Schuss EVIL“. Es ist eine Kreation aus dem Hause Rauch, das bekannt ist für seine Fruchtsäfte. Die Dose jedenfalls verspricht viel, auch sehr viel Geschmackserlebnisse.
Drei unheimliche Varianten sind im Getränkeregal zu finden: Manic Mango, Licky Lime und Rude Raspberry. Zu einem Test bereit?
Wir verlosen 5 x 3 Kostproben!
Mail an: sales@esspress.eu

EVIL+JUICE www.evilmademedoit.com


Foto: Bite Club Bite Club

Die Open-Air-Saison ist eröffnet. Auf den Bite Club kann man sich verlassen. Zuverlässig und im 11. Jahr bringt Miranda Zahedieh mit ihrem Team wieder Newcomer, kulinarische Größen und DJs zusammen, und das am 26. Juli. Dieses Jahr sind fünf Neuzugänge zu entdecken: der Oyster Club, Home of Dumplings, indisches Streetfood offeriert Patakha und Smackaroni serviert „Makkaroni, Käse und noch was Leckeres oben drauf“. Und diejenigen, die es zum erfolgreichen Business geschafft haben wie Son Kitchen, Butter Bronson’s, Jian Bing and Munchies Tacos, haben dieses Jahr einen Gastauftritt. Neben den vielen herzhaften Angeboten mit Fisch, Fleisch oder rein vegetarisch, sind in diesem Jahr mehr Anbieter mit süßen Spezialitäten an Bord. Die nächsten Ausgaben vom Bite Club finden am 16. und 30. August statt.

Bite Club, auf dem Gelände der Arena, Eichenstraße 4, Treptow, www.instagram.com/biteclubberlin


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Foto: Marcus Lieder Knuspr

Berlin, Potsdam und Teile des Brandenburger Umlands haben einen neuen Online-Supermarkt bekommen. Knuspr nennt er sich und ist ein Mix aus Supermarkt und Hofladen. In nur drei Stunden kommt die Online-Bestellung nach Hause. Das Herzstück des Sortiments sind Frischwaren wie Obst und Gemüse, Fleisch und Milchprodukte von Bauernhöfen und Manufakturen aus der Region. Auch kleinere Betriebe, die ihre Produkte sonst nur im eigenen Hofladen oder in vereinzelten Biomärkten anbieten, zählen zu den Partnern des Online-Supermarkts. Durch unbürokratische Prozesse und variable Abnahmemengen verspricht Knuspr diesen Kleinbetrieben einen zusätzlichen Absatzkanal und die verkürzte Lieferkette ermöglicht es, die Produkte oft bereits sieben Stunden nach Ernte oder Herstellung direkt an die Haustür der Kunden zu liefern.

Knuspr, www.knuspr.de


Foto: Selina Schrader Prater Biergarten

Uralt ist dieser Biergarten. 1852 war dort angeblich eine Fuhrschenke und ab 1880 war der Prater Vergnügungsstätte mit Bühne, Orchestersaal und Buffetgebäude. Die politischen Unwägbarkeiten der kommenden Jahre gingen nicht spurlos an dem Gelände vorbei. Erst 1996 feierte zumindest der Prater Garten Wiedereröffnung. Auch in den letzten Jahrzehnten gab es einige Unwägbarkeiten. Doch Pächterin Dagmar Hillig hat Durchhaltevermögen bewiesen. Der Prater Garten ist weiterhin ein im Hinterhof etablierter Biergarten. Er präsentiert sich diese Saison mit neuem Mobiliar und überarbeiteter Speisekarte. Zum klassischen Getränkeangebot gibt es Grillhähnchen und Schweinshaxe sowie Flammkuchen und Salat.

Prater Garten, Kastanienallee 7-9, Prenzlauer Berg, www.prater-biergarten.de


Foto: Mari & Anne Mari & Anne

Geht doch! Die Welt kann durchaus besser werden, auch wenn es sich nur um Pflegeprodukte handelt. Zum einen sind diese aus den Kernen von Weintrauben hergestellt – es sind also Naturprodukte und hochwertig, nachhaltig, regional, pflanzlich, vegan/vegetarisch, tierversuchsfrei produziert. Zum anderen sind es drei Frauen, die sich gegenseitig unterstützen und ihre Ideale verwirklichen. Einmal ist es Marianne (Foto, oben), die in den 90er Jahren ihre Seifenküche etablierte und Salben und Seifen auf Naturbasis herstellte. Ihre Motivation war eine Hauterkrankung, periorale Dermatitis von Sabine (rechts). Herkömmliche Pflegeprodukte linderten die Probleme nicht. 2020 haben die beiden Mari & Anne gegründet und haben Marina (links) einen sichtbaren Platz in ihrer Mitte geschaffen. „Weil uns der Kern auch im übertragenen Sinne wichtig ist, unterstützt Du mit jedem gekauften Produkt unsere Vision, Präsenz für Menschen mit Behinderung zu fördern.“ Sie bieten natürliche Produkte an wie z.B. Hautcremes namens „Sahneschnitte“ oder Wundcremes mit dem Titel „Alleskönner“. An einer Sonnencreme arbeiten sie gerade, aber die „Sahneschnitte“ kann zu dieser Jahreszeit auch nicht schaden.

Mari & Anne, www.mariundanne.com, bis 31. Mai gibt es einen 15%-Rabatt mit dem Code „esspress15“


Foto: Kira Möller Michelberger Farm

Wer einmal dort im Spreewald war, kommt immer wieder! Nicht nur der sogenannte Waldgarten, ca 1,5 Hektar groß und ein ganzheitliches Ökosystem, basierend auf Prinzipien der Permakultur und der syntropischen Landwirtschaft, ist ein Ausflug wert. Die sommerlichen Hoffeste der Michelberger Farm waren bisher seltene Dining Events. Tische und Stühle wurden mitten in den beeindruckenden Gemüse- und Obstgarten gestellt. Dieses Jahr jedoch stehen den ganzen Sommer über jeden Sonntag gedeckte Tische unter dem Motto „Vom Feld über das Feuer auf den Tisch“ für die Gäste bereit. Auf den Tisch kommen erntefrische Zutaten, vor allem mehrjähriges Gemüse und eine große Auswahl an Obst und Beeren, Kräutern, Fleisch- und Milchprodukten von Nachbarhöfen, wie dem Ziegenhof auf Gut Ogrosen oder dem Landgut Pretschen. Und dieses Jahr können die abendlichen Festessen mit oder ohne Übernachtung gebucht werden.

Michelberger Farm, Dorfstraße 26, 03226 Vetschau/Spreewald, Tel. 035433 59 77 24, www.michelberger.farm


Foto: Charlott Cobler Fischerhütte Biergarten

Brunch in der Frühlingssonne? Immer am ersten Sonntag im Monat ist das am Schlachtensee in der Fischerhütte von 11 bis 15 Uhr möglich. Das Angebot umfasst ein großes Schlemmer-Buffet in der Weinhandlung der Fischerhütte sowie im neuen Wintergarten, inklusive Getränken wie Lutter & Wegner Riesling-Sekt, Kaffee und Tee-Spezialitäten, Tafelwasser, Fruchtsäften und frischen Smoothies. Der Sonntags-Brunch kostet 59 € pro Person, Kinder bis 5 Jahre können kostenfrei und Kinder von 6 bis 12 Jahren zum halben Preis dabei sein. Und sollte das Wetter nicht mitspielen, dann kann man sich vom gartenbaulich verschönerten Biergarten in das neu gestaltete Restaurants – jetzt ein Augustiner Wirtshaus – zurückziehen.

Fischerhütte am Schlachtensee, Fischerhüttenstraße 136, Zehlendorf, Tel. 030 80 49 83 10‬, www.fischerhuette-berlin.de, Restaurant: tägl. ab 12 Uhr, Biergarten: tägl. ab 9 Uhr


Nobelhart & Schmutzig

Billy Wagner ist eloquenter Perfektionist, gerade wenn es um Promotion seines Restaurants Nobelhart & Schmutzig geht. Aber irgendwann machen alles Reden und besondere Aktionen keinen Sinn und keinen Umsatz mehr. Es ist wie es ist – und das haben er, sein Küchenchef Michael Schäfer samt Team verstanden. Unter dem Motto Neues Konzept, gleiche Philosophie wurde das Restaurant Nobelhart & Schmutzig seit dem 1. April 2024 zugänglicher. Anstelle eines Tasting-Menüs mit zehn kleinen Gängen serviert das Berliner Speiselokal jetzt sechs etwas größere, rustikalere Speisen als Menü. Gäste dürfen sich beispielsweise auf Gerichte wie Gelbe Bete mit Seenland-Safran aus der Lausitz und Paprika, Bressehuhn von Odefey & Töchter mit Kartoffeln und Spinat (Foto) sowie Kalb vom Angler Rotvieh vom Erdhof Seewalde mit Rahmwirsing und Kartoffelgratin freuen. Die neue Speisenfolge wird dienstags bis donnerstags zum Preis von 115 € pro Person sowie freitags, samstags und vor Feiertagen zum Preis von 130 € pro Person angeboten. Im Preis inkludiert ist Brita gefiltertes Wasser sprudelnd und still. Seiner „brutal lokalen“ Lebensmittelauswahl und Philosophie bleibt das Nobelhart & Schmutzig dabei weiterhin treu.

Nobelhart & Schmutzig, Friedrichstraße 218, Kreuzberg, Tel. 030 259 40610‬, www.nobelhartundschmutzig.com, Di-Sa ab 18.30 Uhr, ab 1.4. ab 18 Uhr


Foto: Cosimo Bellanova Zum Heiligen Teufel

Sie versprechen unvergessliche kulinarische Abenteuer. Das Team vom Heiligen Teufel hat den Verein Schlaraffenland initiiert, wo „Freundschaft, gutes Essen, Wein und Humor zu einer einzigartigen Kombination verschmelzen“. Konkret bedeutet das: alle Gerichte werden in der Mitte des festlichen Tisches serviert, um gemeinsam genossen zu werden. Das Giro d’Italia sind drei Vorspeisen, drei Pastagerichte, zwei Hauptgerichte und vier Desserts für maximal sechs Personen – für 200 € für den gesamten Tisch. Einzige Voraussetzung: „Denk daran, dass der Verein etwas Einzigartiges ist, nur für Freunde, Freunde von Freunden, Stammkunden, Freunde von Kunden und Liebhaber des guten Geschmacks.“ Der Verein tagt nur von Montag bis Donnerstag und das Menü gibt es nur auf Vorbestellung.

Zum Heiligen Teufel, Muskauer Straße 9, Kreuzberg, Tel. 030 78 71 77 01, www.zumheiligenteufel.de


House of Tandoor

Er wurde bei der Eröffnung des Restaurants angekündigt. Und endlich findet der sonntägliche Brunch im House of Tandoor statt. Unter dem Motto Mighty Thali gibt es eine große Auswahl an nordindisch inspirierten Gerichten aus der à-la-carte-Speisekarte. Frisch gebackene Naans aus dem Tandoor-Ofen, cremige Curries und eine Vielzahl an Dips, von süß bis spicy, sind nur ein paar der vielfältigen Komponenten der großen Thalis. Auch das legendäre „House of Tandoor Chicken“ darf neben knusprigem Lamm und frischen Salaten beim Brunch nicht fehlen. Die vegetarische Variante des Mighty Thali überzeugt mit Zucchini und Blumenkohl aus dem Tandoor-Ofen, mit Rote-Bete-Kebabs und „Old Dheli Paneer Makhani“. Jeden Sonntag von 12 bis 16 Uhr, ab zwei Personen, Kostenpunkt 37,50 € pro Person ohne Getränke.

House of Tandoor, Meinekestraße 18/19, Charlottenburg, Tel. 030 233 21 84 81, www.house-of-tandoor.com


Bar Verōnika

Wer sie noch nicht kennt, hat jetzt eine Gelegenheit mal vorbeizuschauen. Mit opulenten, bequemen Sofas lädt die Bar zu ausgedehnten Gesprächen und zur Erkundung des sorgfältig kuratierten Cocktail-Angebots ein. Als Erweiterung des Restaurants ist die Bar direkt über diesem gelegen und bietet einen unmittelbaren Zugang zur weitläufigen Terrasse mit spektakulärem Blick über Berlin. Besucher*innen der Bar Verōnika im 5. Stock können sich jeden Donnerstag ab 17 Uhr den Signature Drink der Bar – den Martini – mit drei Austern für einen Preis von 18 € bestellen.

Bar Verōnika im Fotografiska, Oranienburger Straße 54, Mitte, Tel. 030 400 69 82 00, www.veronikaberlin.com


Foto: Florian Kroll Restaurant Mastan

„Ich freue mich sehr auf diese Abende!“ Yann Mastantuono, gebürtiger Marseillais, huldigt einem Klassiker seiner Heimatstadt und beweist Spürsinn, was die Wünsche seiner Gäste betrifft. Am 24. Juli wird im Restaurant Mastan ab 18 Uhr die Bouillabaisse als Menü angeboten. Als Appetizer sendet Mastantuono einen heimischen Gruß: „Supions en persillade“, einen sehr kleinen Tintenfisch, der kurz vor dem Servieren gebraten und mit Persillade aus Knoblauch und Petersilie leicht gegart wird. Dann kommt die Bouillabaisse in einer großen Terrine auf den Tisch, aus der die Gäste sich reichlich bedienen können. Zu den ausgewählten Edel-Fischen, die die Suppe so besonders machen, gehören Meeraal, Skorpionfisch, Petermännchen, St. Pierre, Knurrhahn und Rotbarbe, außerdem verwendet Mastantuono Miesmuscheln. Serviert werden dazu Brotcroûtons, die mit Knoblauch eingerieben und mit Rouille bestrichen sind, sowie Fenchel und Safrankartoffeln. Zum Bouillabaisse-Menü gibt es ein Glas Clos Signadore, ein Weißwein aus Korsika. Das abschließende Dessert können die Gäste à la carte wählen.

Restaurant Mastan, Gneisenaustraße 67, Kreuzberg.
Drei-Gänge-Menü am Mittwoch, den 24. Juli 2024, ab 18 Uhr. Kostenpunkt 80 € pro Person für das Menü und ein Glas Wein. Reservierung unter Tel. +49 (0)30 49 92 48 44, per E-Mail unter info@mastan.de oder auf www.restaurantmastan.com


Foto: Celine Nguyen À deux Bánh Mì

Es ist eine heiße Ecke um das Gipsdreieck: Im Hackbarth’s diskutieren Springer-Herrenrunden über die wirklich wichtigen Dinge der Welt, beim „Döner with Attitude“ auf der anderen Seite des Spielplatzes ist der Name Programm. Dazu gesellt sich seit Ende September das À deux Bánh Mì, namentlich einfach erklärt mit dem zu zweit geführten Geschäft – das sich rund um Bánh Mì dreht, also um ein vietnamesisches Sandwich. Die beiden aus Stuttgart zugezogenen Vietnamesinnen Zia und Sing haben sich entschieden, wenige – nämlich drei – Brote auf die Karte zu nehmen, dafür aber mit feinst erlesenen Zutaten und handgemacht. „Selbst die Mayo macht Sing selbst“, so Zia – und das schmeckt man auch. Insbesondere das vegane Bánh Mì unter den mit wahlweise Hühnchen oder Schwein belegten Broten, gewinnt bei den Essern vor Ort. (jr)

À deux Bánh Mì, Joachimstraße 17a, Mitte, www.instagram.com/adeuxbanhmi


Foto: Kira Möller Marc Thiebaut

Ganz großartige Pavlovas! Endlich hat sich jemand darauf spezialisiert. Was sich als Geheimtipp und Pionierleistung darstellt? Das ist gekonntes Handwerk, das der Franzose Marc Thiebaut schon seit acht Jahren in Berlin demonstriert. In Cafés wie Two & Two Café oder bei Princess Cheesecake stellte er sein Können unter Beweis, seit 2022 nun im eigenen Café im Reuterkiez. Gestaltet wurde das Interieur-Konzept von Antoine Fichaux, das Lichtkonzept kommt von Altbeau. Der gebürtige Lothringer ist moderner Feingeist und legt, wie gesagt, sein Hauptaugenmerk auf Pavlovas. Das sind luftige Gebilde aus Baiser, Sahne und Früchten. Die russische Primaballerina Anna Pawlowa ist Namensgeberin und sie hat sowohl Australien als auch Neuseeland zu diesem süßen Kunstwerk inspiriert. Beide Nationen sind sich bis heute uneinig, wer die Pavlova erfunden hat. Letztendlich ist das in Neukölln egal. Und wer auch schon mal die Canelés probiert hat, weiß, dass Marc noch mehr zu bieten hat. Es ist ein wirklich unscheinbares Gebäck, nur schnell beim Hinausgehen mitgenommen und probiert – einfach köstlich.

Marc.Patisserie, Reuterstraße 53, Neukölln, www.marc-patisserie.de


Foto: Nils Hasenau Frühstück 3000

Zum Ersten, zum Zweiten und zum … das dann doch noch nicht! Das Trio vom Frühstück 3000 ist mit seinem Konzept kaum zu bremsen. Maximiliane Wetzel, Lukas Mann und Martin Pöller sind krisenerprobt. Sie haben ihr erstes Restaurant mit innovativem Konzept in Schöneberg mitten in der Corona-Krise eröffnet. Der erste Standort – von den Berliner Meisterköchen als „Berliner Szenerestaurant 2022“ ausgezeichnet – zählt bereits zu einem der beliebtesten Frühstücksorte Berlins. Das wird auch am zweiten Standort direkt gegenüber des Jüdischen Museums in Kreuzberg so sein. Garantieren wird das die Küchen- und Servicecrew, die zwischen den beiden Standorten zukünftig rotieren wird, sodass jede*r in beiden Restaurants arbeitet.

Frühstück 3000, im Metropolenhaus, Fromet-und-Moses-Mendelssohn-Platz 9, Kreuzberg, Tel. 0151 705 834 62, www.fruehstueck3000.com, tägl. 9-16 Uhr


Foto: Marvin Pelny Glasweise

Der Name klingt vernünftig. Die Auswahl an meist italienischen Weinen sollte man tatsächlich glasweise genießen. In der gleichnamigen Wein­bar geht es um Trinkfreude – auch bei Getränken ohne Alkohol. Das muss kein Widerspruch sein. Und manchmal kommen auch Flaschen auf den Tisch, die wiederum glasweise geleert werden. Auf die Empfehlungen von Barchef Marco Gianni ist Verlass. Er ist ein einfühlsamer Gastgeber und er hat ein Gespür, was den Gästen gute Laune macht. Zudem hat er entschieden, jeden Dienstag für Optimismus und Leichtigkeit zu sorgen – in Form von Bubbles & Oysters. Ab 18 Uhr also mit Crémant, Champagner oder Franciacorta auf eine gute Woche und auf bessere Zeiten anstoßen und dazu vielleicht ein paar Austern schlürfen? Kann nicht verkehrt sein.

Glasweise, Reichenberger Straße 109, Kreuzberg, Tel. 030 21 44 80 74, glasweiseweinbar.de, Di-Sa ab 18 Uhr, 1 Glas Crémant und 2 Austern für 13 €, 1 Glas Champagner oder Franciacorta und 2 Austern für 19 €


Foto: Tokyo Gohan Tokyo Gohan

Vor kurzem hat eine gute Bekannte, eine gebürtige Japanerin, diesen Imbiss empfohlen. Im Tokyo Gohan gäbe es die besten Onigiri. Wenn das eine Japanerin sagt, muss was dran sein. Aki und Takashi sind beste Freunde, kommen ursprünglich aus Tokio und haben ihren ersten Laden in Dresden eröffnet. Dort habe sie angefangen Onigiri zuzubereiten. Als Vorbild dient ihnen Bongo, der beste Onigiri-Laden in Tokyo. Dort steht man Schlange für die frisch zubereitete Spezialität. Onigiri sind so was wie Pausenbrote in Deutschland. Zwei aus frisch zubereitetem Reis geknetete Dreiecke werden zusammen­geklappt, dazwischen befinden sich verschiedene Füllungen, eingepackt wird das mit einem Algenblatt. Alles in Handarbeit zubereitet sind die Onigiri von Tokyo Gohan fast doppelt so groß wie die Originale.

Tokyo Gohan, Dieffenbachstraße 68, Kreuzberg, tokyo-gohan.com


Foto: Selina Schrader Johann Bäckerei

Seit einiger Zeit gibt es einen sehr guten Bäcker in einer unspektakulären Gegend. Nämlich in der durch Baustellen eher unzugänglichen Gleditschstraße. Doch das sollte wirklich niemanden daran hindern, bei Johann Kreter ein Pane Casareccio, ein Croissant, ein Baguette, eine Zimt- oder eine Rosinenschnecke sowie Brote und Brötchen zu kaufen. Die gute Qualität hat sich in kurzer Zeit herumgesprochen. Und wenn man Pech hat, muss man Schlange stehen oder – wenn es um Rosinenschnecken geht – auch schon mal an einem anderen Tag wiederkommen. Kreter hat erst Konditor, dann Bäcker gelernt und als Patissier gearbeitet. Der gebürtige Berliner kennt alle, die in Berlin für beste Qualität des süßen Handwerks stehen. Fast schon redundant zu erwähnen, dass Sauerteig die Hauptrolle spielt, ebenso die alten Getreidesorten wie Gelbweizen aus Süddeutschland und aus dem Erzgebirge.

Johann Bäckerei, Sauerteigbäckerei, Gleditschstraße 47, Schöneberg, www.johannbaeckerei.de, Mi+Do, Sa+So 8-16 Uhr, Fr 8-18 Uhr