News in Kürze

News in Kürze

Neue Adressen, Termine, Innovationen und Wasserstandsmeldungen auf einen Blick

Foto: Steffen Sinzinger Yumcha Heroes

Was für eine großartige Idee! Die Yumcha Heroes bekommen Zuwachs – und zwar gleich dreifach: Su Jun, Chen June und Bing Wu stehen seit über zehn Jahren in der kleinen Produktionsküche und zaubern die berühmten Teigtaschen. Jetzt erhalten sie endlich die Anerkennung, die sie verdienen: Sie werden am Unternehmen beteiligt. Ein mutiger Schritt, initiiert von Restaurantleiter Mirsad „Mime“ Mujanovic, der seit 2010 Teil des Teams ist. Damals lernte er Anjelo Nguyen kennen, der als Kellner begann. Sechzehn Jahre später haben die beiden Freunde im vergangenen November das Lokal von den bisherigen Eigentümern Axel Burbacher und Guanfeng Guan übernommen. Zur Feier dieser neuen Ära haben Mime, Anjelo und die drei Damen eine frische Speisekarte entwickelt. Das Herzstück: „The Ladies’ Platter“ (Foto). Der 46 Zentimeter große Dampfkorb für zwei bietet eine Auswahl an Gerichten, darunter vegane und vegetarische Optionen. Von Mrs. Chens „Blue Pearl“-Teigtaschen – zarte Garnelenteigtaschen nach kantonesischer Art in hauchblauem Reisteig – über honigglasierte Spareribs mit Bok Choy und Ingwer-Sojasauce bis hin zu Shumai mit Orange-Garnele und schwarzem Rindfleisch. Und neben der „Damenplatte“ warten viele weitere neue Kreationen darauf, entdeckt zu werden.

Yumcha Heroes, Weinbergsweg 8, Mitte, www.yumchaheroes.com, Mo-Sa 12-23 Uhr, So 12-21 Uhr


Event-Artwork: Michele Cavaliere Spargel-Pop-up

Die Saison hat begonnen. Unter dem Motto Voll verspargelt bringen die Chefs of Berlin den Spargel am Sonntag, den 19. April, im Katerschmaus mit einem Pop-up an die Spree. Chefs of Berlin ist ein Berliner Kollektiv, das von einem alten Bekannten der hiesigen Gastroszene, Stephan Hentschel, mit Henrik Strempel und Konrad Schorlemmer gegründet wurde. Der Anspruch? Kulinarisches Handwerk mit Design und interdisziplinärer Zusammenarbeit zu verbinden. Das ganztägige Spargelfest beginnt um 9.30 Uhr mit einem veganen und glutenfreien Frühstück von Marion Klammer (Wanda) und Anna Fronek – mit Sauerteigbrot mit Kohlrabi-Tzatziki, Spargel, Apfel, Erbsen und Bärlauch und Milchreis mit Hibiskus und Rhabarber. Ab Mittag übernehmen Stephan Hentschel und Henrik Strempel zum Lunch und Dinner die Küche mit einem Spargelmenü: Mit Brotkorb, brandenburger Spargel, Kartoffelconfit oder -schnee und Sauce Hollandaise. Auf Wunsch gibt es jeweils eine Auswahl an Beilagen und Extras und in Zusammenarbeit mit dem Weingut Korell wird eine exklusive Weinauswahl angeboten.

Katerschmaus, Holzmarktstraße 25, Friedrichshain, www.katerschmaus.de, Frühstück: 9.30–12 Uhr, Lunch & Dinner: 12–25 Uhr (je 25 €). Die komplette Speisekarte und Reservierungen: www.chefsofberlin.de


Zeit für Brot
Raus

Es duftet herrlich nach frisch gebackenem Brot. Die Redaktion hat ein sogenanntes Landroggen geliefert bekommen. Es ist das erste gemeinsame Brot von Raus und Zeit für Brot, entstanden als Hommage an das Landleben. Das Brot besteht aus 100 Prozent Roggenvollkornmehl, besitzt eine kräftige Kruste und eine saftige Krume. Gelockert wird es ausschließlich mit Roggensauerteig, gebacken auf Stein und verfeinert mit einem Hauch von Kümmel, Fenchel und Koriander. Was Raus und Zeit für Brot verbindet, ist mehr als die Liebe zu guten Zutaten und echter Backkunst. Es ist ein gemeinsames Verständnis von Zeit. Während bei Zeit für Brot der Teig mit langer Führung statt mit künstlichen Zusätzen entsteht, schafft Raus mit minimalistischen Rückzugsorten inmitten der Natur Räume, in denen Menschen zur Ruhe kommen können. „Unsere Zusammenarbeit mit Zeit für Brot ist ein Bekenntnis zum Handwerk, zur Kraft der Natur und zur Wertschöpfung auf dem Land und zu den Menschen, deren tägliche Arbeit unsere Lebensmittel sichert. Wir sehen unser gemeinsames Brot als Botschafter für Höfe, Menschen und Landschaften. Und jeden Aufenthalt als bewusste Entscheidung, ländliche Strukturen zu stärken“, so Julian Trautwein, Mitgründer und CEO von Raus.
Das Brot ist ab dem 15. April für vier Wochen in allen Filialen von Zeit für Brot erhältlich, Kund*innen erhalten beim Kauf des Landroggen 15 % Rabatt auf einen Aufenthalt bei Raus und für jeden mit dem Code (auf der Brotbanderole) gebuchten Aufenthalt fließen 10 € an die Landwirt*innen von Klim, welche sich für regenerative Landwirtschaft einsetzen.

Zeit für Brot, www.zeitfuerbrot.com

Raus, www.raus.life


Foto: Nils Hasenau Frederick’s

Wie schon mal erwähnt: Im Frederick’s hat ein neuer Koch das Zepter übernommen. Küchenchef Nicolas Gémin verspricht genau das kulinarische Niveau, das diese glamouröse Location am Potsdamer Platz verdient. Und am Wochenende lässt es sich jetzt hier stilvoll in den Tag starten: Am Samstag und Sonntag wird ab 10.30 Uhr eine abwechslungsreiche Auswahl moderner und klassischer Brunchgerichte serviert. Die Gäste können ihr Menü ganz nach Geschmack zusammenstellen und zwischen herzhaften und süßen Spezialitäten wählen – etwa einem Sauerteig-Avocado-Toast mit Bloody-Mary-Gel und knusprigem Buchweizen oder veganen Erdbeer- und Heidelbeer-Pancakes mit Sirup, frischen Beeren und geriebener weißer Schokolade. Ergänzt wird das à-la-carte-Brunchangebot durch Frühstücksdrinks wie Mimosa, Bloody Mary, Sekt oder Kaffeespezialitäten. Reservierungen sind empfehlenswert.

Frederick’s, Das Center am Potsdamer Platz, Bellevuestraße 1, Tiergarten, www.fredericksberlin.com, Mi+Do 17.30-22 Uhr, Fr 17.30-22.30 Uhr, Sa+So 10.30-14.30 + 17.30-22.30 Uhr


Moon Exquisite

Das Moon Exquisite lädt jeden Samstag und Sonntag zu einem stilvollen Brunch-Erlebnis direkt an der Spree ein. Das Konzept verbindet klassische Brunch-Elemente mit einem modernen, asiatisch inspirierten Twist. Gäste erwartet unter anderem „Green Garden Salmon“ mit Avocadocreme, Kimchi-Mayo und hausgebeiztem Lachs sowie raffinierte Kombinationen wie Burrata mit Thai-Basilikum und Olivenöl. Auch Klassiker wie Eggs Benedict werden neu interpretiert und mit feinen, überraschenden Nuancen veredelt. Ergänzt wird das Angebot durch ausgewählte Aperitif-Häppchen, süße Kreationen runden das kulinarische Erlebnis ab. Ein besonderes Highlight ist der optional buchbare Champagner-Brunch: In Kooperation mit De Saint Gall wird ein exklusives Special angeboten – ein Glas Champagner für 12 € oder eine Flasche für 68 € – und verleiht dem Brunch eine zusätzliche luxuriöse Note.

Moon Exquisite, Spreeufer 2, Mitte, www.moonexquisite-berlin.com


Foto: Ariane Bille Carl & Sophie

Sonntage sollten zelebriert werden. Am besten mit gutem Essen, entspannter Musik und Spreeblick. Das Carl & Sophie Spree-Restaurant lädt 2026 von 11.30 bis 15 Uhr wieder zum beliebten Jazz-Brunch ein: 26. April, 24. und 25. Mai stehen im Kalender. Am Buffet trifft Frühstück auf Lunch: knuspriges Brot vom Domberger Brotwerk, Eierspeisen nach Wunsch, warme Gerichte mit regionalen Zutaten, dazu vegetarische und vegane Optionen, Flying Fingerfood und Desserts, die man ungern teilt. Im Preis von 54 € pro Person sind Kaffee, Tee, Säfte, Wasser, Sekt sowie hausgemachter Eistee und Limonade inklusive. Den Soundtrack liefert DJ Mitch Alive mit lässigen Lounge-Beats, sanften Bläsern und wohldosierten Trommelwirbeln, die perfekt zum Brunch-Flow passen. Auch der Muttertags-Jazz-Brunch am 10. Mai verspricht mit der gesund-farbenfroh-überraschend-vielfältigen-Live-Cooking-Station eine wohltuende Atmosphäre.

Carl & Sophie, Spree-Restaurant, Alt-Moabit 99, Moabit, Tel. 030 39 92 07 98, www.carlundsophie.de,
Reservierung über OpenTable


Foto: Sticks’n’Sushi Sticks’n’Sushi

Ein Hauch von Rosa tut immer gut. Besonders, wenn es die Farbe der Kirschblüten ist. Wie jedes Jahr startet bei Sticks’n’Sushi die Sakura-Saison. Bis zum 26. April steht alles im Zeichen der Blüte. Auf der Karte finden sich Specials wie die Sakura Maki mit soja-gebeiztem Lachs, geräuchertem Käse, Gurke und Sakura-Reis oder das Dessert Sakurakissu mit Kirsch-Umeshu-Kompott, dunkler Schokolade und Vanilleeis. Passend dazu gibt es eigens kreierte Drinks: den Sakura Martini mit Sake, Vodka, Sakura-Tee und Lychee oder den alkoholfreien Hana Kasumi mit Lycheesaft, Yuzu und Kokosnuss-Miso-Crème. Auch die Räume selbst stehen ganz im Zeichen der Blüte. Origami-Blumen in Form von Sakura, Kornblume und Hibiskus setzen florale Akzente. Im Restaurant in der Torstraße ist außerdem ein Kunstwerk von Adeline Meilliez zu sehen.

Sticks’n’Sushi, Torstraße 171, Mitte, Kantstraße 152, Charlottenburg und Potsdamer Straße 85, Tiergarten, www.sticksnsushi.com


Grape Odyssey Vol. 4

Die Grape Odyssey Vol. 4 entführt Sie am 31. Mai nach Slowenien und in die angrenzenden Weinregionen Italiens, Kroatiens, Österreichs und Ungarns. Eine historisch gewachsene Kulturlandschaft, in der Tradition, Freundschaft und Handwerk seit Generationen über Grenzen hinweg gelebt werden – und genau diese Verbundenheit spürt man im Glas. Freuen Sie sich auf fast 30 Winzer*innen, die naturnah ausgebaute, artisanale Weine mit klarer Herkunft und persönlicher Handschrift präsentieren, wie z.B. die biodynamischen Weine aus Neusiedl am See von H.P. Harrer (Foto). Rund 100 Weine warten darauf, entdeckt zu werden – lebendig, eigenständig und voller Charakter. Keine glattpolierten Massenprodukte, sondern Weine mit Ecken, Energie und Tiefe. Die Betriebe arbeiten bewusst minimalinvasiv – im Weinberg wie im Keller. So entstehen authentische Weine, die ihre Region widerspiegeln und Geschichten erzählen. Von frisch und präzise bis kraftvoll und wild zeigt diese Weinreise die beeindruckende Vielfalt einer dynamischen, unabhängigen Szene.

Grape Odyssey Logo

Grape Odyssey Vol. 4, im Kühlhaus, Luckenwalder Straße 3, Kreuzberg, Sonntag, 31. Mai, ab 12 Uhr, Ticketpreis 25 €,
www.grapeodyssey.com

Wir verlosen 4 x 2 Tickets für die Grape Odyssey Vol. 4

Schreiben Sie uns, welche Länder in diesem Jahr an der Grape Odyssey Vol. 4 teilnehmen. Ihre Antwort können Sie hier per E-Mail senden. Einsendeschluss ist Samstag, der 23. Mai, 17 Uhr. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.


Sphere Tim Raue Sphere Tim Raue Sphere Tim Raue

Es ist etwas Besonderes – und es rotiert! Im Restaurant Sphere Tim Raue oben im Berliner Fernsehturm genießt man den Überblick über die Stadt – die Probleme bleiben unten. Der Blick auf die Teller lohnt sich ebenso: alte und neue Gerichte erzählen Geschichten aus der Esskultur der DDR und dem alten West-Berlin, ganz nach dem Motto: Retro trifft Zeitgeist. Die Soljanka (Foto) z.B. sorgt für Gesprächsstoff: Schmeckt sie wirklich so, wie man sie in Erinnerung hat? Beim „Berliner Schweineschnitzel“ schütteln Österreicher*innen wohl eher den Kopf. Das Rote-Bete-Carpaccio (Foto, Mitte) trägt unverkennbar die Handschrift von Tim Raue, beim Zander (Foto) zeigt sich eine mildere Version seines Spiels mit Schärfe, Säure und Umami. Alles läuft rund – buchstäblich wie kulinarisch. Es gibt wenig zu bemängeln. Nur eines bleibt: Man hätte die offizielle Eröffnung vielleicht etwas später kommunizieren sollen.

Sphere Tim Raue im Berliner Fernsehturm, Alexanderplatz, Panoramastraße 1A, Mitte, www.tv-turm.de/sphere-tim-raue


BRLO Brwhouse

BRLO und Chicken – das ist eine überaus attraktive, bewährte Kombi, ob in der Sechsten im KaDeWe oder im Gasthaus in Charlottenburg. Nun veranstaltet das BRLO Brwhouse am Gleisdreieck jeden Sonntag das BRLO Chicken & Beer Sunday Pop-up. „Wir wollten einen Tag schaffen, der für unkomplizierten Genuss und echte Community steht“, sagt Ben Pommer, Geschäftsführer und kulinarischer Leiter. Comfort Food trifft auf Braukunst, im Mittelpunkt des neuen Sonntagskonzepts steht das Kikok-Maishähnchen: saftig aus dem Smoker oder als knuspriges Buttermilk Fried Chicken im gerösteten Bekarei-Bun – immer mit Fokus auf die Qualität der Zutaten. Drei Varianten gibt es sonntags von 12 bis 22 Uhr: BRLO Crispy Fried Chicken Burger mit Gochujang-Glasur, Miso-Coleslaw und Zitronengras-Mayonnaise für 12,50 €; Crispy Chicken Filet, Kikok-Maishähnchen in knuspriger Cornflakes-Panade ab 9 €; Veggie-Option: BRLO Fried Cauliflower Wings im Pale-Ale-Backteig mit Chimichurri und Koriander ab 7,50 €.

BRLO Brwhouse, Schöneberger Straße 16, Kreuzberg, www.brlo.de/gastronomien/brlo-brwhouse


Hühnerfrikassee

Das Team von Nobelhart & Schmutzig widmet sich einem spannenden, sogar spannungsreichen Thema: Was ist eigentlich Heimat? Ihre These: Im Kern geht es um etwas viel Verletzlicheres – um das Bedürfnis nach verlorener Geborgenheit, nach Einfachheit und Wärme. So wie damals an Omas Herd. Und vielleicht lässt sich Heimat ja tatsächlich besser schmecken als definieren. Im Januar startete die neue Serie „Heimat“ mit einer ganz persönlichen Kindheitserinnerung von Micha Schäfer: der Kohlroulade. Ab März widmet sich die zweite Folge der Serie dem Lieblingskindheitsgericht von Aljoscha Füting, ehemals operativer Leiter des Küchenteams, dem Hühnerfrikassee. Das feine Gericht aus bestem Weidehuhn wird von Dienstag bis Donnerstag mit Kartoffelpüree, Roggensauerteigbrot und hausgemachter & gereifter Rohmilchbutter mit Sahne für 50 € zusätzlich zur regulären Karte serviert.

Nobelhart & Schmutzig, Friedrichstraße 218, Mitte, www.nobelhartundschmutzig.com


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Cookies Cream
Foto: Steffen Sinzinger Julius Nowak

Es war eine Zeit lang ruhig um das Papillon. Nun firmiert das Restaurant, das „vom New York der 1970er-Jahre inspiriert“ ist, unter dem Namen MAISON PAPILLON Berlin. Die vielleicht wichtigere Nachricht: Seit Herbst 2025 steht Julius Nowak (Foto) als Head Chef am Herd. Vielen ist er noch als Küchenchef des eins44 in Erinnerung. Der gebürtige Heidelberger hat dort wie in früheren Stationen Mut zu unkonventionellen und zeitgemäßen Interpretationen bewiesen – etwa, wenn er Kantinen- und Hausmannskost neu dachte. Gemeinsam mit seinem Team präsentiert Nowak jetzt zugängliche, zugleich leicht luxuriöse Kreationen. Passend zur High-End-Dinner-&-Party-Location rund um den Zoo richtet sich das Angebot an ein trend- und nightlife-affines Publikum. Klassiker wie das Onsen-Ei „Impérial“ mit Spinat, Kartoffelschaum und Kaviar, die Pasta „Calamarata du Chef“ in Trüffelvelouté mit frischem Périgord-Trüffel sowie der Hauptgang „Duck & Mango“ tragen unverkennbar seine Handschrift.

MAISON PAPILLON Berlin, Hardenbergplatz 15, Charlottenburg, www.papillon-berlin.com/de


Foto: Elke A. Jung-Wolff Christopher Jäger

Eine weitere spannende Personalie: Christopher Jäger (Foto) hat die Küche des Berliner Sterne-Restaurants Skykitchen übernommen. Auch er ist kein Unbekannter in der Berliner Gastroszene – vielen noch aus dem Volt in Kreuzberg bekannt. Zuvor kochte er unter anderem im Hotel Adlon Kempinski sowie im mit zwei Michelin-Sternen ausgezeichneten Horváth. Jäger bringt umfassende Erfahrung aus der Berliner Spitzen­gastronomie mit. Der 40-Jährige steht für eine klar strukturierte, produktorientierte Küche mit starkem Fokus auf Saisonalität und Geschmack. Sein Ziel für die Skykitchen: konsequentes Gästeglück und eine eigenständige, klar erkennbare kulinarische Linie.

Skykitchen, Landsberger Allee 106, Lichtenberg, www.skykitchen.berlin


Foto: Marie Staggat Der Kleine August

So viel Weinbar war in Berlin noch nie – ein deutliches Zeichen dafür, dass die Stadt das Ausgehen nicht verlernt hat: sich bei Wein und kleinen Gerichten zu treffen, zu reden, zu genießen. Jüngster Beweis ist Der Kleine August, eine französisch geprägte Weinbar direkt neben Clärchens Ballhaus. Die räumliche Nähe ist kein Zufall. Verantwortlich zeichnet die Berlin Hospi­tality Group, die auch das Clärchens, die Gastronomie des Fotografiska sowie das Ember betreibt. Im jüngsten Projekt der Gruppe zeigt sich eine klare, pragmatische Philosophie: Präsentiert wird das Beste aus der Wein­welt – mit Fokus auf Handwerk, Herkunft und Charakter. Dazu gibt es eine kleine, präzise gesetzte Speisen­auswahl, die jedes Glas begleitet. Der Kleine August ist kein Ort der Eile, sondern einer für Entdeckungen, Gespräche und Weine, die man sonst kaum findet.

Der Kleine August, Auguststraße 23, Mitte, www.derkleineaugust.de, Di-Sa ab 17 Uhr


Pizzarama

Römische Pizza? In Italien heißt sie Pizza al taglio – und genau darauf hat sich das Pizzarama spezialisiert. Die rechteckigen Pizzen werden in großen Blechen gebacken, nach Sorte und Wunsch in Stücke geschnitten und nach Gewicht verkauft. „Pizza with Sound“ nennt Amit das Konzept. Er ist einer der Söhne des Familienbetriebs, zu dem außerdem Bruder Michael und die Eltern Leon und Sigalit Alcalai gehören. Vater Leon ist Pizzaiolo mit 19 Jahren Erfahrung, die er in verschiedenen Metropolen gesammelt hat – nun also in Berlin. Der Teig besteht aus einer Mischung von Tipo-00-Mehl und Hartweizengrieß und fermentiert 48 bis 72 Stunden. Gebacken wird in einem Castelli-Ofen, der speziell für diese Art von Pizza entwickelt wurde. „Der einzige in Berlin“, betonen die Brüder – ein Glücksfund, wie sie erzählen. Die meisten Zutaten stammen aus Italien. Besonders beliebt sind Varianten mit Salami, Pancetta, Guanciale und Pecorino. Ein Großteil des Sortiments ist vegetarisch, vegane Optionen gibt es vor allem am Wochenende. Der Name Pizzarama verweist auf die Fülle an Sorten, die in der Theke präsentiert werden – ein Anblick, der sofort Lust macht, alles zu probieren. Ein Muss ist die Schiacciata: einmal belegt mit Mortadella, einmal mit hausgemachtem Pistazien-Pesto – letztere, die vegetarische Version, ist der persönliche Favorit. Die Einrichtung wirkt modern und einladend. Ob für den schnellen Snack oder längeren Aufenthalt – beides funktioniert wunderbar. Besonders sehenswert ist das Wandgemälde von Oska Wald, eigentlich Musiker und Mitglied der Punkband Die Verlierer, das neben Berliner Szenemotiven auch Porträts der Familie zeigt.

Pizzarama, Kastanienallee 58, Mitte, www.instagram.com/pizzaramaofficial


Foto: Miriam Millán Ora

Das Ora zählt seit Langem zu unseren Favoriten, um sich mit Freund*innen zu treffen. Immer wieder taucht das Gerücht auf, dass man dort auch gut mittagessen kann. Also machen wir uns an einem Freitag um 13 Uhr auf nach Kreuzberg. Das aktuelle Lunch-Angebot im Restaurant Ora wird freitags und samstags von Theke, dem Schwesterrestaurant, gestaltet. Dahinter steht Alan Micks, Küchenchef des Michelberger Hotels. Wer dort schon einmal im Sommer in der Theke war, weiß: Das kann nicht schlecht sein. Auf den Tisch kommen Leberkäse in der Semmel mit feinem Dip (Foto), Gnocchi in Käserahm-Sauce, Hähnchenschnitzel und sogar Zunge. Natürlich gibt es auch vegetarische Alternativen – doch heute steht uns der Sinn nicht danach. Restaurantleiter Giorgio Pirrone schenkt uns einen passenden Weißwein ein, der so gut harmoniert, dass wir mehr davon trinken, als uns bewusst ist – und den Namen des Weins leider vergessen. Das holen wir beim nächsten Mal nach. Wieder freitags, um die vergangene Woche zu feiern.

Ora, Oranienplatz 14, Kreuzberg, www.ora.berlin, Lunch Fr+Sa 12-14.30 Uhr, Dinner Di-Sa ab 17 Uhr