Radieschen

Und plötzlich überall Radieschen

In den Berliner Restaurants taucht das Radieschen immer häufiger auf. Ob bei der Vorspeise als Gelee, im Hauptgericht als warme Beilage, als kunstvolles Arrangement oder ganz schlicht zum Brot. Das kleine rote Ding kommt ständig zum Einsatz

Radieschen eingelegt in Essig, Wasser, Salz, Zucker, schwarzem Pfeffer, Lorbeer und Senfkörnern Radieschen_1

Es hat eine herrliche Farbe, ist knackig, innen weiß, schmeckt herb und leicht scharf. Jeder kennt das Radieschen, und zur Zeit erobert die kleine rote Knolle die Restaurantküchen Berlins. Doch am Radieschen scheiden sich die Geister. Oder anders ausgedrückt: Am Radieschen erkennt der Gast die Philosophie und den Stil des Küchenchefs.

Die Liebe zu diesem Gemüse vereint sie alle. Der Einsatz in den Gerichten ist mehr oder wenig aufwendig. Für Sonja Frühsammer, Sterneköchin des gleich­namigen Restaurants, ist es „das knackige Etwas“. Es sei etwas zum Knabbern für zwischendurch. Fermentiert mag sie das Radieschen nicht. Am liebsten isst sie es frisch aus der Erde mit etwas Salz.

So kennt es wohl jeder, vielleicht nicht ganz so direkt aus dem Garten, aber zum Frühstück, in dünne Scheiben geschnitten auf dem Quarkbrötchen oder zum Abendbrot. So hat es auch Tim Raue, Berlins kulinarischer Leuchtturm, in seiner Kindheit kennengelernt. „Bei meiner Oma, die drapierten Radieschen auf den Stullenbrettern.“

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