Korea

Mehr als Bibimbap und Kimchi

Koreanische Küche boomt weiter in Berlin. Typische Klassiker wie das Reisgericht Bibimbap und der eingelegte Weißkohl Kimchi gehören schon zum normalen Speiseplan der hiesigen Foodszene. Es ist aber mehr zu erwarten von jungen koreanischen Köchen, die in der Hauptstadt eine neue kulinarische Identität entwickeln und umsetzen

Bei diesem Gericht scheiden sich die Geister. Wer Bibimbap gerne isst, gehört dazu, zu den jungen, hippen, ernährungsbewussten Hauptstädtern. Dieses einfache Gericht wird meist in einem gusseisernen oder tönernen Topf serviert. Darin Reis, Gemüse, Fleisch, ein rohes Ei obenauf, mit einer Chilipaste. Das wird zu einem Eintopfgericht verrührt. Es ist ursprünglich ein Resteessen, und fast jedes neueröffnete koreanische Restaurant setzt das auf die Karte, ebenso omnipräsent das Kimchi. Nicht jeder hat seinen Spaß an diesem Berliner Markenzeichen der koreanischen Küche.

Dass es auch anders geht, das beweisen zum Beispiel Bin Lee-Zauner und José Miranda Morillo im Kochu Karu. Von Anfang an war ihnen ein besonderes Anliegen, die vielfältige koreanische Küche zu präsentieren, weg von der extremen und deftigen Hausmannskost. Mit ihrer Fusion-Küche – koreanische Rezepturen gepaart mit dem Tapas-Gedanken der spanischen Küche – sind sie als Vorreiter zu bezeichnen. „Wir wollten von Anfang an unseren eigenen Stil definieren und haben ihn kontinuierlich weiterentwickelt.“

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Maru, Foto: Selina Schrader Maru
Maru

Es gibt Etageren mit Ssam-Bap, so nennen sich die kleinen Bällchen, die mit eingelegtem, geraspeltem Gemüse, Seetang und Tofu getoppt werden. Dazu kommen noch kleine Schälchen mit Brokkoli, Kimchi, winzige Weißkohlrouladen und anderem eingelegtem Gemüse. Hae-Mul-Den-Jang-Gug ist ein Eintopf mit Meeresfrüchten, eine Art koreanische Bouillabaisse mit Miesmuscheln, Taschenkrebs, Garnelen, Kabeljau und Rettich. Dann noch der Frühlingszwiebel-Pfannkuchen – und das Abendessen für zwei ist perfekt.
Adresse: Rigaer Straße 74, Friedrichshain, Tel. 0176 22 72 94 88, www.facebook.com/berlin.maru

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(Den vollständigen Artikel mit allen Adressen zu den koreanischen Restaurants können Sie in der aktuellen Ausgabe lesen)